Asche


Asche

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Asche ['aʃə], die; -, -n:
das, was von verbranntem Material in Form von Pulver übrig bleibt:
heiße, kalte, glühende Asche; die Asche [von der Zigarre] abstreifen, abklopfen.
Zus.: Zigarettenasche.

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Ạsche 〈f. 19
1. anorg. Verbrennungsrückstand
2. 〈fig.〉 Zerstörtes
3. 〈Jugendspr.〉 Geld
Friede seiner \Asche! der Tote ruhe in Frieden ● sich \Asche aufs Haupt streuen sich schuldig bekennen, bereuen, büßen; aus der \Asche erstehen auferstehen, wiedererstehen, neu aufgebaut werden; in Sack und \Asche gehen büßen; in (Schutt und) \Asche legen verbrennen; 〈fig.〉 zerstören; wie Phönix aus der \Asche; zu \Asche verbrennen [<ahd. asca, engl. ash, <got. azgo <idg. *as-gon-, „Asche“; zu idg. *as- „trocken, heiß sein“]

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Ạsche , die; -, (techn.:) -n [mhd. asche, ahd. asca, verw. mit 1Esse]:
1. staubig-pulveriger Rückstand verbrannter Materie:
heiße, kalte, glühende A.;
die A. [von der Zigarre] abstreifen, abklopfen;
die A. in alle Winde zerstreuen;
A. zu A.;
etw. wird zu A. (brennt nieder);
R das ist doch A.! (ugs.; das taugt doch nichts);
sich <Dativ> A. aufs Haupt streuen (meist scherzh.; demütig bereuen; nach 1. Makkabäer 3, 47).
2. <o. Pl.> (ugs.) Geld:
A. zusammenkratzen;
blanke A. (Silbermünzen).

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Asche,
 
1) die bei der restlosen Verbrennung (Veraschen) von organischen Substanzen zurückbleibenden anorganischen Bestandteile. Pflanzenasche enthält v. a. wasserlösliche Kalium- und Natriumcarbonate. Holzasche war früher Rohmaterial für die Gewinnung von Kaliumcarbonat (Pottasche). Knochenasche enthält überwiegend Calciumphosphat; sie kann, wie auch Pflanzenasche, als Düngemittel verwendet werden. Kohlenasche besteht aus Ton, Eisenoxid und Sulfaten und besitzt keinen Düngewert.
 
 2) vulkanische Asche, staubförmige bis feinsandige, in die Luft geschleuderte Lockerprodukte des zerspratzten (feinstzerrissenen) Magmas eines Vulkanausbruches. In größerer Menge bildet sie Aschenregen, der die Erdoberfläche mit Aschendecken und Aschenkegeln zudeckt (Pompeji). Vulkan. Asche wird, vom Winde erfasst, oft weit getragen. Beim Ausbruch des Krakatau 1883 bedeckte die Asche über 800 000 km2; der feinste Staub wurde bis in 50-80 km Höhe getragen. Aschenströme und Aschenlawinen bilden sich beim Abrutschen, Schlammströme bei der Vermischung mit Wasser. Verfestigte Aschen bilden Aschentuffe. Vulkan. Aschen treten auch untermeerisch auf.
 

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Ạsche, die; -, (techn.:) -n [mhd. asche, ahd. asca, verw. mit 1Esse]: 1. staubig-pulveriger Rückstand verbrannter Materie: heiße, kalte, glühende A.; Sie täten gut, es ... zu verbrennen und seine A. in alle Winde zu zerstreuen (Th. Mann, Tod u. a. Erzählungen 182); die A. [von der Zigarre] abstreifen, abklopfen; Im Waschhaus räumte er die A. aus der Feuerung (H. Gerlach, Demission 44); Papierbuden, die alle im Nu zu A. wurden (niederbrannten; Augustin, Kopf 148); im Krematorium ... wurde A. wieder zu A., und das war sein Ende (Brand [Übers.], Gangster 18); R das ist doch A.! (ugs.; das taugt nichts; damit ist nichts los); Ü auf Zufälligkeiten käme es nicht an, ... man müsse aus der Geschichte nicht die A. heraussuchen, sondern das Feuer (Loest, Pistole 160); Langsam begann ich zu begreifen. Die Liebe war schon zu A. geworden (Jahnn, Geschichten 208); *sich <Dativ> A. aufs Haupt streuen (meist scherzh.; demütig bereuen; nach 1. Makkabäer 3, 47). 2. <o. Pl.> (ugs.) Geld: „Hast du genug A. zusammengekratzt?“ (Quick 52, 1980, 111); „Die große A. ist da nicht zu machen“ (Spiegel 44, 1983, 236); blanke A. (Silbermünzen).

Universal-Lexikon. 2012.

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